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Vor
schweren Unfällen, Großschadensereignissen,
Umweltschäden, extremen Naturereignissen, unerwarteten
Ausfällen unverzichtbarer Spezialmaschinen oder kritischer
Abteilungen ist kein Unternehmen im 21. Jahrhundert sicher. Das
Krisenbewusstsein in Deutschland ist in einigen Branchen noch nicht
ausgeprägt genug, wie einige Studien belegen. Verschiedene
Untersuchungen bestätigen aber auch, dass vorbereitete
Unternehmen
eine Krise 2,5-fach schneller bewältigen als
unvorbereitete.
Der
Umgang mit Krisen ist und bleibt eine primäre
Führungsaufgabe. Daher richtet sich diese Praxishilfe vor
allem an
Unternehmensleiter und Führungskräfte, sich in
„guten
Zeiten“ mit diesem Thema respektvoll auseinander zu setzen.
Ist
eine Unternehmenskrise erst eingetreten, ist es für
Vorsorgemaßnahmen schon viel zu spät.
Gleichzeitig
zielt diese Praxishilfe aber auch darauf ab, alle Mitarbeiter
hinreichend zu sensibilisieren. Denn Sicherheit und Krisenfestigkeit in
einem Unternehmen sind kein Zustand, sondern das Verhalten aller
Beteiligten. Alle Mitarbeiter müssen ein großes
Interesse
daran haben, ihre Arbeitsplätze zu erhalten, indem sie sich
aktiv
in die Prävention einbringen. Letztendlich handelt es sich um
eine
gesamtunternehmerische Aufgabe, die der Unterstützung aller
Ebenen
bedarf.
Schließlich
soll die Praxishilfe auch ein Plädoyer dafür sein,
dieses
Thema als eine Investition in die Zukunft eines jeden Unternehmens zu
betrachten. Denn es ist für jedes Unternehmen von vitalem
Interesse, seine Unternehmenswerte zu erhalten, nachhaltig zu festigen
und dadurch Wettbewerbsvorteile zu generieren.
In
dieser Praxishilfe wird nicht gesagt, was getan werden muss.
Stattdessen wird aufgezeigt, welche methodischen, organisatorischen und
personellen Maßnahmen erforderlich sind, um das erforderliche
Maß an Krisenfestigkeit richtig einschätzen und
erzielen zu
können.
Im
Anhang werden Checklisten zur Verfügung gestellt, mit denen
Unternehmen arbeiten können. Diese Checklisten sind
beispielhaft
und nicht als abschließend anzusehen. Sie bieten Anregungen
für die Überprüfung bereits vorhandener
Präventivmaßnahmen. Außerdem
können sie aber auch
als Entscheidungshilfen genutzt werden, um sich auf potenzielle
Krisenereignisse einzustellen und vorzubereiten.
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